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WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 6. Februar 2010

Bühnenwechsel mit kalkuliertem Risiko

THEATER Theater-am-Meer--Schauspieler Gelhart wacht heute zum ersten Mal in Bremen auf

Das Weyher Theater hat Marc Gelhart, den Schauspieler am Niederdeutschen Theater — Theater am Meer — gerufen. Nun wird für Gelhart das Hobby zum Beruf.

VON NORBERT CZYZ

WILHELMSHAVEN/WEYHE — „Wenn man mal einen Abend den Alltag vergessen möchte, um ein bissel zu lachen und bei leichter Kost den Abend verbringen will — ist man im Weyher Theater richtig. Die Komödien, die dargeboten werden, sind lustig geschrieben und nehmen meistens Alltagssituationen auf die Schippe." Das hat „hexsanne", eine Internet-Userin aus Bremen, über jenes Theater geschrieben, dessen Ensemble Marc Gelhart ab sofort angehört.

Und es ist fast wie bei einem Wechsel in der Fußballbundesliga in der Winterpause. Gelhart ist für das Theater im Bremer Süden sofort spielberechtigt. Am 19. März debütiert er in Michael Cooneys Stück „Rente gut, alles gut" als Mr. Forbright. Danach gibt Gelhart in „Immer nur du" den Jens Brandes. Geschrieben hat das Stück Frank Pinkus — wenn man so will, Marc Gelharts Mentor und Förderer; und der Dramaturg der Weyher. Pinkus ist von Gelharts Talent als Schauspieler überzeugt — und Marc Gelhart davon, dieses Angebot nicht ausschlagen zu dürfen. Sonst würde man sich ewig ärgern, es nicht gemacht zu haben, hat er mal gesagt.

Dass der Abiturient des Gymnasiums am Mühlenweg mal mit der Schauspielerei seine Brötchen verdienen würde, das war ursprünglich nicht abzusehen. Jedenfalls nicht in jungen Jahren. Nur eines zeichnete sich schon damals ab: Man hat ihn immer gerufen. Anders gesagt, der Weg in den neuen Schauspielerberuf ist gepflastert mit Berufungen. In der Grundschule habe er schon mal Sketche gespielt. Aber das hatte noch keine Tendenz. Am Gymnasium war er in der TheaterAG. Der Jugendclub der Landesbühne warb ihn für sich. Dann wurde im Jugendclub nachgefragt, wer für die Statisterie der Rosenhügel-Freilichtaufführung des „Schimmelreiters" in Frage kommt. Gelhart war dabei. Dort traf er auf Rolf Peter Lauxtermann, der ihm die Rollen des jugendlichen Liebhabers beim Theater am Meer schmackhaft machte. Da hatte die Niederdeutsche Bedarf. Also wurde Marc Gelhart jugendlicher Liebhaber — und das gleich in seiner ersten Rolle. Auf der Bühne war er der Liebhaber von Elke Theesfeld; Klaus Aden spielte seinen Vater. Das sei ein tolles Gefühl gewesen, erinnert sich der heute 31-Jährige, der mittlerweile gut drei Dutzend Rollen gespielt hat — mit und ohne Hüllen.

Und der sich sogar schon einen Traum erfüllte: Den Leopold im „Witten Rössl" spielen zu dürfen. Eine jadestädtische Adaption des berühmten „Weißen Rössls am Wolfgangsee". Diese Rolle spukte Gelhart im Kopf herum, seit er bei der Landesbühneninszenierung des „Weißen Rössls" zusammen mit Niclas Ducci die Verfolgerspots hatte bedienen bedürfen. „Es gibt Leute, die mir unterstellen, ich hätte das Projekt forciert." Ja, mal „vorgeschlagen", darüber „gewitzelt". Aber die Entscheidung habe schließlich die Bühnenleitung getroffen.

Gestern hat Marc Gelhart mit den notwendigsten Utensilien in Weyhe eine möblierte Wohnung bezogen. Es ist ein Ortswechsel mit kalkuliertem Risiko. Seine Wilhelmshavener Bleibe behält er noch. Die sprichwörtlichen Türen bleiben ihm in der Jadestadt offen. Auch sein Ex-Arbeitgeber, die „Wilhelmshavener Zeitung", wo Gelhart Mediengestalter gelernt und als Anzeigenberater gearbeitet hat, haben eine Rückkehr in seinen alten Beruf nicht ausgeschlossen. Und auf der Bühne ist er ja noch eine Weile präsent — wenn auch nur indirekt. Denn bei „Nix als Kuddelmuddel", das heute Abend Premiere hat, hat er selber Regie geführt. Nun will er erst einmal ein bisschen Bremen erkunden und seine privaten Unterlagen ordnen. Da sei durch die Doppelbelastung Beruf und Hobby viel liegen geblieben. In Weyhe hat er dazu Zeit, denn die Proben beginnen nicht vor 15.30 Uhr. Vielleicht bleibt dann auch noch ein bisschen Zeit für Träume. Gelhart interessiert sich für Autos — für italienische Autos mit schönem Design.Vorerst befriedigt er diesen Traum auf Hochglanzpapier. Dass er mal im Lotto einen dicken Gewinn einfährt, um sich schöne Autos zu leisten, das glaubt er nicht. „Bisher hatte ich beim Lottospielen noch nie Glück".

Marc Gelhart wirft sich ab sofort am Theater Weyhe in Pose — für Anerkennung und für Geld. WZ-FOTO: KNOTHE

Marc Gelhart wirft sich ab sofort am Theater Weyhe in Pose — für Anerkennung und für Geld. 6WZ-FOTO: KNOTHE


KOMPASS vom 1. Februar 2010

Ein bühnenreifer Seitenwechsel

Alte Journalistenweisheit: Die schönsten Geschichten schreibt immer noch das Leben. So auch diese. Eigentlich war Marc Gelhart ganz zufrieden. Beruflich und privat. Der Job als Anzeigenberater der "Wilhelmshavener Zeitung" machte dem gelernten Mediengestalter Spaß, und in seiner Freizeit feierte er Erfolge mit dem "Theater am Meer - Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven". Ein Hobby, bei dem er in den vergangenen zwölf Jahren mal als Darsteller auf der Bühne oder mal als Regisseur dahinter stand. Hinzu kamen diverse Auftritte bei Freilichtaufführungen vom "JeverArtEnsemble" und "Gaudium Frisia". Natürlich sei da immer der Traum gewesen, sich als Schauspieler sein Brot zu verdienen, gibt der 31-Jährige offen zu. Doch, dass sich dieser Wunsch so schnell erfüllen könnte, habe er selbst nie gedacht.

Schon gar nicht, als ihm im Herbst vergangenen Jahres eine E-Mail von Frank Pinkus, dem Dramaturgen des Weyher Theaters ins Haus flatterte: "Er ist auch ein bekannter Bühnenautor. Aus sein Feder stammt beispielsweise unsere Erfolgsproduktion ,Kerls, Kerls, Kerls'. Da ich für unsere niederdeutsche Bühne auch die Pressearbeit mache, dachte ich zuerst, es handelt ich um etwas Offizielles." Doch weit gefehlt. Pinkus war der junge Mime aus der Jadestadt aufgefallen. Und zwar so positiv, dass er ihn zu einem Vorsprechen nach Weyhe einlud. Dabei handelt es sich nicht etwa um irgendeine Provinzbühne vor den Toren Bremens, sondern um das größte und erfolgreichste privat geführte Komödientheater Norddeutschlands.

"Ich war total perplex", räumt Gelhart ein. Aber nicht lange. Schnell einigte man sich auf einen Termin: "Zwei Stücke und ein Lied sollte ich einstudieren." Auf dem Weg zum Vorsprechen trällerte der 31-Jährige daher die bekannten Melodien aus der Operette "Im Weißen Rössl". Komischerweise habe sich seine Aufregung während der Fahrt in Grenzen gehalten. "Wahrscheinlich lag es daran, dass ich ja in sogenannten gesicherten Verhältnissen lebte. Wenn es nicht geklappt hätte, wäre ich zwar ziemlich enttäuscht gewesen, weil ein Traum geplatzt wäre. Aber die Welt wäre davon nicht komplett untergegangen, höchstens ein kleines Stückchen", glaubt der gebürtige Wilhelmshavener.

Gegen das letztlich doch aufkommende Lampenfieber hat ihm dann aber wohl am meisten die Erfahrung, die er beim "Theater am Meer" sammeln konnte, geholfen. Seit seiner Premiere 1998 als Fiete Roggenkamp in "Lütte witte Siedenschoh" stand er dort in mehr als drei Dutzend Stücken auf den Brettern, die die Welt bedeuten: "Ich bin unseren Bühnenleitern unwahrscheinlich dankbar, dass sie mir von Anfang an eine Menge zu getraut haben." Mal spielte er in "Ik bün dar för di" ein Zwillingsbruderpaar und den gleichzeitig den Vater, dann wieder in "Agathe un ik" einen erfolglosen Schriftsteller, der in guter alter Charlys-Tante-Manier in die Rolle einer Frau schlüpfte. In "Kerls, Kerls, Kerls" ließ Marc Gelhart buchstäblich die Hüllen fallen, und im aktuellen Stück "Wi rockt op platt" gerät er als Hofhund Bello in seine tiefe Sinnkrise, weil er doch eigentlich eine lieber eine Katze wäre.

All das kam in jenen entscheidenden Minuten zum Tragen, als er in Weyhe vor den drei Männern, die über seine Zukunft entscheiden sollten, im feinsten Bühnenplatt aber auch auf Hochdeutsch brillierte. Nur eine ganz kurze Beratungszeit benötigten Intendant Kay Kruppa, Geschäftsführer Heinz-Hermann Kuhlmann und Dramaturg Frank Pinkus, dann stand die Entscheidung fest: "Wir möchten Sie ganz gerne haben." In diesem Moment sei er völlig überrumpelt gewesen, erinnert sich der 31-Jährige. Er bat sich Bedenkzeit aus: "Auf der Rückfahrt nach Wilhelmshaven war ich nur am Grübeln. Wie sage ich es meiner Familie? O Gott, wir sind gerade in eine neue Wohnung gezogen? Wie wird mein Arbeitgeber reagieren und wie meine Kollegen und meine Freunde vom ‚Theater am Meer'?" Fest stand für ihn aber immer, dass er den Schritt wagen wird: "Mir war klar, dass ich mich irgendwann totärgern würde, wenn ich diese Gelegenheit nicht ergriffen hätte." Sein Umfeld sah das genauso: "Sie freuen sich alle für mich."

Bei ihm selbst macht sich jetzt etwas Wehmut breit. Noch ein paar Wochen, und er ist weg. "Im Moment habe ich nah am Wasser gebaut", musste Gelhart zu seiner Verwunderung feststellen. Vor allem die beiden letzten Vorstellungen von "Wi rockt op platt" am 31. Januar im Wilhelmshavener Stadttheater werden für ihn "emotional sehr schwierig werden", ist sich der frisch gebackene Vollzeitschauspieler sicher. Und auch vom Regiestuhl heißt es Abschied nehmen: "Am 6. Februar findet vormittags die Generalprobe von ,Nix as Kuddelmuddel' statt. Allerdings ohne mich. Ich probe dann in Weyhe das neue Stück ,Rente gut, alles gut'. Aber abends bei der Premiere im Stadttheater werde ich natürlich dabei sein."

Als Pressesprecher und stellvertretender Bühnenleiter bleibt der 31-Jährige dem "Theater am Meer" noch zumindest bis zu den nächsten Vorstandswahlen erhalten. Dass er "seiner" Niederdeutschen Bühne weiter verbunden bleibt, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit: "Das ist schließlich meine zweite Familie." Und angesichts des bevorstehenden Umzugs spürt er nun doch so etwas wie Lampenfieber: "Plötzlich ist die Schauspielerei nicht mehr nur meine große Leidenschaft, sondern ich muss auch von ihr leben können."Angst zu versagen, hat er dennoch keine: "Viel schlimmer wäre es doch, wenn ich dieser Chance immer hinterher getrauert hätte."

Recht hat er. Und so bleibt an dieser Stelle nur eines übrig: Marc Gelhart ein kräftiges "toi, toi, toi" mit auf den Weg zu geben und ihm in Gedanken dreimal über die linke Schulter zu spucken. Denn so und nicht anders wünscht man einem Schauspieler viel Glück! Er selbst wünscht sich zum Abschied eigentlich nur eines: "Dass es für alle, die mich gern haben, weiter spannend bleibt, meinen Werdegang zu verfolgen."

www.marc-gelhart.de

Hier der Link zur kompletten Doppelseite.


WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 30. Januar 2010

Ganz persönlich

Seine zumindest vorerst letzten Vorstellungen in Wilhelmshaven gibt am morgigen Sonntag der Laienschauspieler Marc Gelhart in dem Musical "Wi rockt op Platt" der Niederdeutschen Bühne (15.30 Uhr und 20 Uhr). Er gehörte dem "Theater am Meer" seit über zehn Jahren an. Jetzt macht er sein Hobby zum Beruf und wechselt als Berufsschauspieler an das Weyher Theater.


LOHRER ECHO vom 12. Juni 2006

"...tun sie mir einen Gefallen"

50 Komparsen denken sich in Rollen und trainieren für den Film

Lohr. "Und tun Sie mir einen Gefallen: Halten Sie mich auf dem Laufenden." Zwei Sätze. "Leicht zu merken", denken sich die Teilnehmer am Komparsenwochenende in Lohr. Beim Spielen einer Szene auf der Polizeiwache merken sie schnell: So einfach ist es nicht, dass das Gesagte im Film rüberkommt wie im richtigen Leben.

"Da gehört so viel drum herum", sagt Statisten-Anwärterin Barbara (45) aus Bad Neustadt. "Da muss man darauf achten, wer wo sitzt, und dass das, was man sagt ,situationsgerecht ist. Auch, wenn die Kamera gerade einen anderen im Visier hat, muss ich die richtige Mimik drauf haben, weil die anderen ja auf mich reagieren."
Ihr hat es auch Spaß gemacht, die anderen bei deren Part zu beobachten. "Trotz genauer Beschreibung im Drehbuch", sagt sie, "ist nicht alles vorgegeben. Vieles muss man improvisieren."

Talente

"Zunächst klingen die Aufgaben in der Sprechgruppe eher langweilig", sagt Drama-Regieassistent Marc Greive: "Aber dann merkt man, wie sich die Teilnehmer reinversetzen und es ihnen Spaß macht. Es waren viele Talente dabei."
"Es mit eigenen Worten formulieren", empfiehlt Filmproduzent und Regisseur Hermann Joha gegen gestelztes Aufsagen. Seine Hürther Firma action concept hatte das Wochenende auf der Franziskushöhe veranstaltet. Wer den Kurs absolviert hat, ob als Action-, Standard- oder Sprechkomparse, hat gute Aussichten, in den nächsten Monaten oder später eine Einladung für eine Nebenrolle in einem Film zu bekommen.
50 Frauen und Männer aller Altersgruppen vom hohen Norden bis in die Schweiz waren aus 350 Bewerbern ausgewählt worden oder hatten den Platz über ein Preisausschreiben gewonnen. Darunter waren etliche, die sich schon einmal als Schauspieler versucht hatten, im Schultheater, auf mehr oder weniger professionellen Laienbühnen oder im Film.
Einer von ihnen ist Marc aus Wilhelmshaven. Der junge Mann spielt mit Halbprofis in seiner Heimat auf Plattdeutsch Theater. Er hatte im Internet gezielt nach Möglichkeiten gesucht, seine Fähigkeiten zu verbessern und sie beim action-concept-Kurs gefunden. "Man ist immer noch steigerungsfähig. Wir haben uns im Team gut zusammengefunden. Da gehen die Leute dann mehr aus sich raus."

Tränen

Christina (24) aus Bremen hat am Samstag richtig geweint. Ihr hatte das Drehbuch einen Liebhaber beschert, mit dem sie sich im tatsächlich vorhandenen Restaurant auf der Franziskushöhe trifft. Der Typ ahnt nichts davon, dass die Frau auch noch einen Ehemann hat. Der kommt in den Speisesaal - sehr zur Verwunderung der realen Gäste - und probt den Aufstand. Als er wieder verschwunden ist, muss Christina ihrem Lover beichten. Ihr kommen die Tränen.
Wie sie das gemacht hat? "Ich habe einfach abgeschaltet und gedacht, es ist echt." "Das hat sie richtig gut gemacht", lobt am Abend Regieassistentin und frühere Stuntfrau Gabi Richter.
Auch Christina hatte das Angebot beim Surfen im Internet entdeckt. "Ich interessiere mich schon lange für die Schauspielerei. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, würde ich gerne Schauspielerin werden. Im Moment arbeite ich bei der Deutschen Bahn."
"Gangster", ruft Regieassistentin Gabi Richter. Ein maskierter Mann mit Revolver stürmt in den Raum, bedroht die Kunden, fordert von der Bankangestellten Geld und nimmt eine Geisel. Aber was ist das für ein Bankräuber? Er hat keine Plastiktüte für die Beute und merkt nicht, dass eine Kundin dabei ist, sich durch das Fenster davon zu machen. Sie könnte sich entweder zu Tode stürzen oder die Polizei holen.
"Da sind viele Dinge zu beachten", sagt Richter. "Wie reagieren die Personen in so einer Situation? Woran muss man denken?" Im Eifer wird schon mal die Schauspielkollegin bei der Geiselnahme härter angepackt als nötig. Doch da schreitet Richter ein und erklärt, wie weh ein harter Griff am Armgelenk tut.
"Ich hätte gerne verlängert", lacht Jennifer (28) aus Rüsselsheim. "Ich war schon mal Komparsin in der ‚Tollpension'. Hier war ich jetzt bei der Action-Gruppe. Total tolle Teambildung; und Betreuung. Das Wochenende hat uns richtig zusammengeschweißt."

Schweiß

Und Schweiß lief bei den Übungen auch reichlich: Sprünge vom Minitrampolin, mit Lasten balancieren, klettern und sich an Balken und Seilen entlang hangeln. "Mit normalem sportlichen Talent war es zu schaffen", meint Jennifer. "Das kann schon passieren, dass es mal in den Bauch reingeht", sagt Julian. Der Sportstudent aus Würzburg "prügelt" sich gerade mit seinem "Schauspiel"-Kollegen. Die bereitstehenden Rettungsassistenten des Roten Kreuzes bekommen dennoch keine Rolle.

Monika Büdel


LOHRER ECHO vom 12. Juni 2006

Banküberfall und Liebesdrama

Drehbücher, Filme, ein echter Schauspieler und es werden wollen

Lohr. Was man so im Fernsehen sieht, stand am Wochenende auf der Lohrer Franziskushöhe auf dem Programm: Banküberfall, Liebesdrama und Polizeiverhör. Dazu Schlägereien und sportliche Aufgaben, die an Übungen fürs Überlebenstraining erinnerten.

Wie beim Spielfilm stammten die spektakulären Ereignisse am Wochenende oben auf dem Berg aus Drehbüchern. 50 Komparsen mit Anreise von Wilhelmshaven bis Frammersbach probten, feilten daran und inszenierten sie immer wieder neu.
Fast alltägliches Geschäft war das Komparsenwochenende für die Frauen und Männer vom Film: Kameraleute, Regisseure, Assistenten und Stuntleute der Püroduktionsfirma action concept (Hürth). Sie erläuterten die Aufgaben der Statisten, diskutierten die Drehbücher mit ihnen und sorgten dafür, dass die Szenen in "den Kasten" kamen". Vom am Samstag Erarbeiteten war am Sonntagmorgen schon ein Zusammenschnitt fertig, sodass die Teilnehmer sehen konnten, wie sie als Schauspieler wirken.
Wie ein Schauspieler wirkt, wenn er nicht vor der Kamera steht, erlebten sie mit dem Kampfkunst-Darsteller Mathis Landwehr. Er saß beim Essen zwischen den Komparsen, beantwortete Fragen und gab Autogramme. Seine Lebenseinstellung von Disziplin, harter körperlicher Arbeit an sich selbst und friedliches Gedankengut finde er in fernöstlichen Kampfsportarten wieder, sagte er zu seinem Engagement, diese Sparte mehr in Filmen zu präsentieren. "Es ist sehr interessant", sagte schon am Samstag während der Schauspielübungen Andrea Hübner aus Frammersbach. Sie hatte neben Toni Heßdörfer aus Lohr die kürzeste Anreise. Wie ihr ging es vielen, die "einfach wieder einmal etwas andes machen" und neue Leute kennenlernen wollten. Sportstudierende und Fitnessfans hatten die körperliche Herausforderung des Action-Trainings gewählt. Am Ende stand auch für sie die gemeinsame Meinung: "gute Teamarbeit" mit den Komparsenkollegen und Fachleuten.
Das Regie-Ehepaar Gabi und Stefan Richter belohnte im Namen des action-concept-Teams die Teilnehmer am Sonntagmorgen mit Urkunden. Adresszettelchen machten die Runde, weil viele nach dem gemeinsamen Wochenende in Kontakt bleiben wollen.
Zu lachen hatte das Premierenpublikum am Samstagabend bei der Uraufführung. der action-concept-Fernsehproduktion "Hammer und H(e)art". Mehr als die Hälfte der Zuschauer kreuzte den anonymen Fragebogen hinterher bei "sehr gut" an, gefolgt von "gut" und einmal "durchschnittlich", Die Komödie war am nächsten Morgen noch beim Frühstück Thema. Dazu fiel der Satz: "Kinderhumor, den auch Erwachsene verstehen".
Schon in der Bibel heißt es nach Matthäus 18,3: "Werdet wie die Kinder!". Und der Produzent und Regisseur des Streifens, der aus Lohr stammende Hermann Joha, hat einmal gesagt: "Was gibt es Schöneres als spielende Kinder?", Wer seinen Film gesehen hat, kommt vielleicht noch auf Nietzsches "Kind im Manne".

Monika Büdel


MAIN-POST vom 12. Juni 2006

Stunts mit dem Biertisch

60 Statisten kämpften sich durchs Komparsen-Training auf der Franziskushöhe

Von unserem Redaktionsmitglied KATHARINA SCHWENDINGER

Lohr - Über schmale Holzbalken balancieren, sich um Biertische hangeln, an Seilen durch die Lüfte schwingen, sich auf Kiesböden fallen lassen, sein Gegenüber vermöbeln, wildfremde Menschen küssen, eine Bank überfallen. . . Die 60 Statisten kamen beim KomparsenTraining am Wochenende auf der Lohrer "Franziskushöhe" gehörig ins Schwitzen.
Wer es bis hierher geschafft hat, kann sich auf die Schulter klopfen. Rund 200 Leute wollten bei dem von MAIN-POST, markt und "action concept" ausgeschriebenen Komparsen-Training teilnehmen, berichtet Karoline Nagel von der agentur 67. Geschafft haben es 60 Leute aus ganz Deutschland: Sie wurden von "action concept" zum ultimativen Härtetest nach Lohr eingeladen.
Wieviele davon am Ende als Statisten in einem Film auftreten werden, ist noch ungewiss. Am Samstag ließ Action-Produzent Hermann Joha die Bewerber rund um sein Hotel erst mal auf Herz und Niere prüfen. "Wir brauchen neue Gesichter", sagt Regieassistentin Gabi Richter. Wenn zu oft die selben Nasen auf der Mattscheibe durchs Bild laufen, beschweren sich die Sender.

Stuntman Uwe zeigt Trick 17

Aus der Ferne hört man rhythmisches Klatschen und Johlen. Was von weitem wie eine Sportstunde im Freien aussieht, entpuppt sich als knallhartes Geschicklichkeits-Training mit Action-Regisseur Stefan Richter. Der Drillmeister und seine 17 Stuntleute wollen etwas sehen von ihren Statisten. "Den Mund aufreißen kann jeder. Hier wird mal geprüft, was die Leute drauf haben", sagt Richter.
Auf die ersten beiden Gruppe wartet ein "fieser" Parcour durch einen weißen Holzbau. Magdalena (26) fängt an; die Nürnbergerin soll über ein Holzgeländer kraxeln, auf einem schmalen Brett balancieren, einen Holzbalken erklimmen und auf eine Matte springen. Kein Problem für die sportliche Blondine. Auch Studentin Isabel (29) aus Würzburg turnt über das Holzgeländer als wäre es eine Spielzeugwiese. Bei der nächsten Übung ist Teamgeist gefragt: die beiden Frauen sollen gemeinsam mit Julian und Christopher (21) einen Biertisch durch den Parcour wuchten. "Der Boden ist Lava für Euch, also tabu", ruft Stuntman Uwe grinsend und gibt das Startzeichen.
Der Biertisch erweist sich als sperriges Möbelstück, er schwankt bedrohlich in der Luft. "Du musst ihn seitlich drehen", ruft jemand. "Nein, halt ihn hoch und lauf darunter durch", rät Frontmann Christopher mit hochrotem Kopf. Stuntman Uwe verrät Trick 17: Bank hinlegen, zwei auf jede Seite, so dass alle mithelfen können. Nach gefühlten 40 Minuten steht der Biertisch endlich wieder auf festem Boden. Zeit zum Ausruhen bleibt nicht. Auf einer Wiese weiter unten gräbt Hausfrau Marion (40) ihrem Gegenüber von hinten eine Plastikpistole in den Hals. Eine Sekunde später schlägt er ihr die Waffe aus der Hand. Sie fliegt hinterrücks auf den Kiesboden. Die Szene wird fünfmal wiederholt, bis sie sitzt. "Super gemacht", lobt Stunt-Profi Erik. Nur die Schreie sind ihm nicht echt genug. "Ich will die Angst in euern Augen sehen", fordert er.
Auch die Drama-Komparsen, die im klimatisierten Hotel proben, kämpfen mit ihren Gefühlen. Sie sollen sich vor der Kamera streiten, ein Liebespaar mimen, vor Publikum auf die Backe küssen, einen "Small-Talk" mit Unbekannten halten. . . Die 16-Jährige Lavinia aus Koblenz spielt ein Geiselopfer; Edwin aus Hammelburg einen Polizisten. Später mimt der 48-Jährige einen Restaurantbesucher, der eine Frau aus den Fängen des eifersüchtigen Ehemannes befreit. Filmfrau Gabi ist sehr zufrieden mit ihren Laien-Schauspieler. "Manche spielen ihre Rolle so echt, dass sie den Darstellern fast die Show stehlen", sagt sie.markt und Main-Post werden die Kandidaten weiter begleiten. Mehr in einer der nächsten Ausgaben.


VERLAGS-SERVICE-GESELLSCHAFT, Juni 2006

Mehr als 60 Mutige bewiesen sich beim Komparsen-Trainingswochenende

Wirbelnde Körper und sehr viel Talent

Erbost stürmt ein gut gekleideter Herr ins Restaurant. Zielstrebig geht er auf einen Tisch in der hintersten Ecke zu, wo ein in inniger Umarmung verharrendes Pärchen ihn erschrocken bemerkt. "Du... du Flittchen", herrscht er die Frau an. "Wie kannst du mir das antun und hier in aller Öffentlichkeit diesen Macho küssen?"
Während die anderen Restaurantgäste teils erstaunt, teils neugierig von ihren Tellern aufblicken, versucht die Frau ihren gehörnten Ehemann zu beruhigen. "Schatz", beginnt sie, "das ist ganz anders, als es aussieht." "Du musst etwas schuldbewusster schauen", sagt Gabi Richter. "Sonst war's prima." Die Regieassistentin coachte beim Komparsen-Training auf der Lohrer Franziskushöhe die sogenannten Drama- oder Standard-Komparsen und ist am Ende mehr als zufrieden. "Das sind ganz tolle Leistungen, die die Leute hier zeigen. Alle sind top motiviert, und das merkt man", lobt sie die Teilnehmer.
Diese waren wie viele andere vor wenigen Wochen dem Aufruf von markt und Main-Post gefolgt und hatten sich für das Trainingswochenende beworben. Unter den rund 200 Einsendungen wählte die action concept Film- und Stuntproduktion 60 aus, die jetzt ihr Können unter Beweis stellen durften. "Das macht riesig Spaß und ist eine echte Herausforderung", so markt-Leserin Marion Scheuring (40) aus Bad Bocklet. Sven Reindl aus Zeitlofs gibt zu, dass das Aufwärmtraining "sehr hart" war. Für den 19Jährigen ein Grund mehr, die Zähne zusammen zu beißen. "So eine Chance bekommt man nicht jeden Tag."
markt und Main-Post werden die Kandidaten weiter begleiten. Mehr in einer der nächsten Ausgaben.

Nathalie Bachmann

Die Teilnehmer des Komparsentrainings von action concept



WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 5. Dezember 2005

„Unbezahlt - unbezahlbar - unverzichtbar"

TAG DES EHRENAMTES Oberbürgermeister Eberhard Menzel ehrte gestern Mittag 60 Wilhelmshavener für ihre Tätigkeit

Zum fünften Mal in Folge wurden gestern ehrenamtlich Tätige für ihr Engagement geehrt. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Vereinigungen und Institutionen.

VON HANS-JÜRGEN SCHMID

70 Bürgerinnen und Bürger aus Wilhelmshaven wurden gestern Mittag für ihr ehrenamtliches Engagement von Oberbürgermeister Eberhard Menzel geehrt.

WILHELMSHAVEN
- Die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements werde vielfach nach wie vor unterschätzt. Das sagte Oberbürgermeister Eberhard Menzel gestern Mittag bei der Ehrung von 70 Personen im Gorch-Fock-Haus. Sie alle leisteten Dienst an der Gemeinschaft - „unbezahlt, unbezahlbar, unverzichtbar", so Menzel. Dieses Engagement habe ebenso eine gesellschaftlich-soziale Bedeutung wie auch eine volkswirtschaftliche Dimension. In Wilhelmshaven sind seit 2001 bislang 311 ehrenamtlich Tätige geehrt worden - 173 Frauen und 138 Männer. Gestern waren es im Gorch-Fock-Haus, in dem die New Orleans Seniors für gute Begleitmusik sorgten, 36 Frauen und 34 Männer.
Einer der Geehrten, Reimar Thomas, dankte im Namen der Ausgezeichneten und hielt einen kurzen Vortrag über eine besondere Art des ehrenamtlichen Engagements, in das Wilhelmshavener eingebunden sind: Unter dem Motto „Wilhelmshaven hilft" wird dem kleinen thailändischen Dorf Ban Tub La Mu in der Provinz Phang Nga Hilfe zuteil. Bei der Flutkatastrophe am 26. Dezember 2004 war der Ort zerstört worden. Mit Wilhelmshavener Hilfe wird die Schule wieder aufgebaut. Außerdem helfen Spenden aus Wilhelmshaven jenen Kindern, die ihre Eltern verloren haben, die Schule zu absolvieren und einen Beruf zu erlernen. Die Namen der im Gorch-Fock-Haus Ausgezeichneten: Peter Anton, Friedrich Braun, Suda Braun, Edith Brocksieper, Joshua Brück, Ingrid Cordts, Marion Daniel, Karin Deußen, Wolf Deußen, Manfred Eilers, Andreas Ewinkel, Gertrude Fademrecht, Annchen Gehring, Marc Gelhart, Gerd Gerdes, Olaf Gewohn, Werner Godau, Horst Haak, Rosemarie Hampel, Edeltraud Harms, Thorsten Heße,Günter Hinrichs, Eleonore Hobbacher, Horst Jönck, Gudrun Junge, Daniel Kaszanics, Ingeborg Kentopf, Marlies Kirstein, Wilfried Konken, Claus Kottig, Inge Krüger, Uwe Lange-Emden, Christel Lehsten, Angelika List, Joachim List, Michael Martens, Brigitte Müller, Günter Müller, Ingrid Mönnich, Klaus Neitzke, Paula Norbuhs, Michael Onnen, Klaus Paul, Sünje Paul, Martina Pruin, Manfred Rau, Hans Rebbe, Johanna Rehwinkel, Marion Schlage, Jakob Schmidt, Norbert Schmilz, Maike Schneider, Garsten Schröder, Gabriele Spindelndreher, Ulrike Stasch, Kevin Stümpert, Irmgard Tappe, Hinriette Thomas, Reimar Thomas, Doris Tjarks, Holger Toben, Annemarie Trammer, Silvia Veeser-Lahrs, Christa Voggenreiter, Stefan Vogt, Sylvia von der Ohe, Ilka Weber, Alexandra Weinberg-Büsing, Gaby Wendel-Rothe, Heinz Wirth.

70 Bürgerinnen und Bürger aus Wilhelmshaven wurden gestern Mittag für ihr ehrenamtliches Engagement von Oberbürgermeister Eberhard Menzel geehrt.


WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 11. Dezember 1999

Marc Gelhart: Der Jüngste der Niederdeutschen Bühne

Der 21-Jährige begeisterte auch seinen Bruder fürs Theater

Marc Gelhart wird Weihnachten und auch Silvester im Theater verbringen. Am zweiten Weihnachtstag steht der 21-Jährige im Weihnachtsstück der Niederdeutschen Bühne als junger Ehemann auf der Bühne. Und Silvester bedient er für die Landesbühne im „Weißen Rößl" einen Verfolgungsscheinwerfer.

Marc Gelhart liebt das Theater. Als Kind spielte er mit Kasperlepuppen seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder André etwas vor. Als Herodes stand er im Weihnachtsmärchen der Grundschule zum ersten Mal auf der Bühne.

An das erste richtige Theaterstück, das er im Wilhelmshavener Stadttheater sah, erinnert er sich noch genau -„Ali Baba". Die Sparkasse hatte ihn und seine Klasse dazu eingeladen.

Später, auf der Max-Planck-Schule (heute Gymnasium am Mühlenweg), trat er der Schülertheatergruppe von Frau Tzschucke bei. Als er in die zehnte Klasse kam, wurde die Theatergruppe von Manfred Szobries übernommen. Marc Gelhart spielte in Gryphius „Peter Squenz"den Pickelhering und Pyramus. Als John stand er in Mark Twains „Millionenpfundnote", das viele auch in der Verfilmung mit Gregory Peck kennen, auf der Schulbühne.

Fast folgerichtig schloss sich Marc Gelhart dem Jugendclub der Landesbühne an und wirkte als Statist beim „Schimmelreiter" am Rosenhügel mit.

Bei der „Schimmelreiter"-Produktion lernte er Rolf-Peter Lauxtermann kennen, den heutigen Bühnenleiter der Niederdeutschen Bühne. Und der gewann ihn gleich für die Nachwuchsgruppe der Niederdeutsche Bühne, die Elke Theesfeld leitet.

Plattdeutsch sprach Marc Gelhart damals noch kein Wort. Verstehen konnte er es jedoch, weil die Großeltern in Ostfriesland Platt sprachen. Aber Platt lernte er nach und nach in der Nachwuchsgruppe der Niederdeutschen beim Spielen, Improvisieren, bei Lesungen.

Nun steht er in fast jeder Inszenierung der Niederdeutschen in größeren und kleineren Rollen auf der Bühne. Meist als jugendlicher Liebhaber, ein Rollenfach, für das der Nachwuchs wirklich fehlte. Zum ersten Mal in der Spielzeit 1998/99 in der Komödie „Lütte witte Siedenschoh".

Weil er nach Abitur und dem Wehrdienst beim Heer zunächst keinen Ausbildungsplatz fand - Marc Gelhart wollte gern Film- und Video-Editor werden - hatte er Zeit für's Theater.

Bei Immelmanns „Weber"-Inszenierung in der letzten Spielzeit und beim Jugendstück „Verfahren" absolvierte er bei der Landesbühne Regiehospitanzen und sogar eine dreiwöchige Regieassistenz. Außerdem besuchte er jedes vom Niederdeutschen Bühnenbund angebotene Weiterbildungsseminar.

Mit seiner Theaterbegeisterung steckte Marc Gelhart seinen 16jährigen Bruder André an, der „In Hamborg up St. Pauli" in der letzten Spielzeit einen Leichtmatrosen und jetzt in „n' schöne Bescherung" den Sohn der Familie Eisel spielt.

„Aber André ist noch nicht Mitglied der Niederdeutschen Bühne," sagt Marc. „Zur Zeit bin ich das jüngste Mitglied."

Inzwischen hat er auch einen Ausbildungsplatz gefunden. Marc Gelhart lernt Mediengestalter für Digital- und Printmedien, Fachrichtung Mediendesign. Bei der Brune-Mettcker Druck- und Verlagsgesellschaft. Einen Beruf, den er sehr spannend und kreativ findet, der ihn eventuell davon abhalten könnte, ganz zum Theater zu wechseln.

Mit dem Gedanken, Schauspieler oder Regisseur zu werden, hat Marc Gelhart natürlich schon einmal geliebäugelt. Aber er weiß inzwischen, wie hart das Theaterleben wirklich ist. Da könnte die Niederdeutsche Bühne für ihn neben dem Beruf zum Ersatz für Blütenträume vom großen Theater werden.


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