In't Witte Rössl

Singspiel in drei Akten
(frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg)
Buch von Hans Müller und Erik Charell
Musik von Ralph Benatzky
Gesangstexte von Robert Gilbert
sechs musikalische Einlagen von Bruno Granischstaedten, Robert Gilbert, Robert Stolz und Hans Frankowski
Niederdeutsche Übersetzung & Bearbeitung von Arnold Preuß
Regie, Choreografie & Bühnenbild: Marion Zomerland, Arnold Preuß
Musikalische Leitung: Nicolas C. Ducci
Premiere: 26.12.08

Josepha Vogelhuber,
Weertsfro in´t "Witte Rössl" - Claudia Schröder
Leopold Brandmeyer,
Betahlkellner - Marc Gelhart
Wilhelm Giesecke,
Fabrikant - Walter Bleckwedel
Ottilie,
sien Dochter - Stephanie Zeitz
Dr. Otto Siedler,
Afkaat - André Gelhart
Sigismund Sülzheimer
- Nicolas C. Ducci
Professor Dr. Hinzelmann
- Klaus Aden
Klärchen,
sien Dochter - Fenja Strowik
Kathi,
Breefdrägersch - Heidi Strowik
Kaiser Willem II
- Horst Jönck
De Diekgraf
- Ingo Folkers
Piccolo
- Christian Strowik
Kellner Franz
- Joan Kröher
Reiseföhrersch
- Helga Lauermann
Johann,
Huusknecht, Kellner - Yannik Marschner
Martin,
Huusknecht, Kellner - Kay Watty
Kellner
- Rune Opitz
Stubendeern/Kellnerinn
- Gabriela Manke
Stubendeern/Kellnerin
- Lena-Marie Eden
Stubendeern/Kellnerin
- Fehmke Seibert
Stubendeern/Kellnerin
- Romina Ferrara
Stubendeern/Kellnerin
- Tünde Ritter
Reisegäste und Marktleute
- Hanna Christoffers
Klaus Aden
Ingo Folkers
Günther Jaedeke
Horst Jönck
Harald Schmidt



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Kritiken

WILHELMSHAVENER ZEITUNG vom 29. Dezember 2008

Mordsgaudi ganz nach Art der Nordseeküste

PREMIERE Das Theater am Meer verlegte das "Weiße Rößl" erfolgreich an den Banter Deich

Die Niederdeutsche Bühne bemächtigte sich eines Operetten-Klassikers. Damit feierte sie am zweiten Weihnachtstag einen großen Erfolg.

Von Inga Hellwig

WILHELMSHAVEN - Rüstringen liegt am Wolfgangsee, das Gasthaus „Weißes Rößl“ steht am Deich und dort flaniert man am besten im feschen Dirndl: Diese charmante Verschiebung geographischer und landestypischer Gegebenheiten verpackte das Ensemble der Niederdeutschen Bühne unter der Regie von Marion Zomerland und Arnold Preuß und der musikalischen Leitung von Nicolas C. Ducci als niederdeutsche Erstaufführung des bekannten Lustspiels „Im weißen Rößl“. Es verzierte diese gelungene Weihnachtsüberraschung als schwungvoll inszeniertes Singspiel.

So brauchte man nicht erst in die Alpen zu fahren, um im Edelweiß-, Alm- und Schuhplattlerrausch mitzuschunkeln. Wer sich auf diese herrliche Mischung aus Klischees, Komödie und Revue-Operetten-Klassiker der 30er Jahre einließ, und bei dem gelegentlich nicht ganz broadwayfähigen Gesang auch mal ein Auge zudrückte, der hatte eine Mordsgaudi. Denn das, was die Niederdeutschen an Kulturkuddelmuddel hier augenzwinkernd aufs Korn nahmen, entwickelte sich frisch, frech und stürmisch, eben ganz Nordseeküste.

Auch hinterm Deich, im Gasthaus „In´t Witte Rössl“ am Banter See, geht das Glück – auf einem von zahlreichen Verwicklungen beleiteten Weg – ein und aus. Dort herrscht nicht nur Hochbetrieb: Bezahlkellner Leopold Brandmeyer (Marc Gelhart) ist unsterblich in seine Chefin, die Rösslwirtin Josepha Vogelhuber (Claudia Schröder) verliebt. Die aber hat nur Augen für den charmanten Advokaten Dr. Otto Siedler (André Gelhart), der sich hier mit Sigismund Sülzheimer (Nicolas C. Ducci) treffen will, den er in einer Patentangelegenheit vertritt.

Zufällig auf Erholungsurlaub ist aber auch die Gegenpartei, Fabrikant Wilhelm Gieseke (Walter Bleckwedel) aus Hamburg, mit seiner hübschen Tochter Ottilie (Stephanie Zeitz), die sofort das Herz Otto Siedlers erobert. Wilhelm Gieseke (es muss natürlich Sigismund heißen, Anmerkung: Theater am Meer) - kann seine Augen nicht mehr von Klärchen, der Tochter des Gastes Professor Dr. Hinzelmann (Klaus Aden) lassen. Und dann kündigt auch noch Kaiser Willem II. (Horst Jönck) seinen Besuch an. Dummerweise hat Josepha gerade Leopold hinausgeworfen und muss diese Aufgabe nun mit Nachwuchskellner Piccolo (Christian Strowik) und Kellner Franz (Joan Kröher) meistern.

Umschwirrt von einer Horde Kellnern und Stubenmädchen, gespielt vom Nachwuchs der Theaterschule der Niederdeutschen Bühne (Yannik Marschner, Kay Watty, Rune Opitz, Lena-Marie Eden, Fehmke Seibert, Romina Ferrara, Tünde Ritter), die kess und adrett als Chor und Hintergrundschauspieler agierten und überhaupt so wirkten, als wären sie im Dirndl oder Kellnerfrack geboren, zieht Leopold im Hintergrund geschickt die Fäden.

Marc Gelhart bewies als Leopold an der Seite einer wunderbar selbstbewusst agierenden Claudia Schröder als Josepha, dass in ihm ein echter Entertainer steckt, der soviel Bühnenpräsenz hatte wie nie zuvor. Aufhorchen ließen auch Stephanie Zeitz, Nicolas C. Ducci, Klaus Aden und Fenja Strowik, die nicht nur schauspielerisch, sondern auch gesanglich heraus ragten. Mit Klassikern und Schmachtfetzen zum Mitsummen wie „Es muss was Wunderbares sein, von dir geliebt zu werden" Gassenhauern „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist" oder der Romanze „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein" entwickelt sich die ganze Produktion zu gut zweieinhalb Stunden voller Schwung und guter Laune — so fesch, dass man schon jetzt sicher sein kann: Dieses „Witte Rößl" wird das Erfolgsstück der Saison.

DIE MITWIRKENDEN DER PRODUKTION

Weitere Mitwirkende sind: Kathi, Briefträgerin und Stubenmädchen: Heidi Strowik; Diekgraf: Ingo Folkers; Reiseführerin: Helga Lauermann; Reisegäste/Marktleute: Hanna Christoffers, Dagmar Grube, Marianne Karstens, Günther Jaedeke, Horst Karstens, Harald Schmidt. Bühnenbild, Spielfassung: Marion Zomerland; Soufflage: Dagmar Grube; Requisite: Marianne Karstens; Maske: Ben Kleen; Kostümberatung: Helga Lauermann; Musikalische Assistenz: Marc Gelhart; Bühnenbau: Wolfgang Buttjer, Heinz Fuchs; Bühnenmalerei: Herbert UIbrich; Bühnentechnik: Jörg Buse, Wolfgang Buttjer, Werner Dörnath, Heinz Fuchs, Gerd Gelhart, Ingo Heuer, Günther Jaedeke, Horst Karstens, Günter Michaels, Fred Rahmann, Harald Schmidt; Beleuchtung: Uwe Freiberg, Hermann Hanneken; Technische Leitung: Manfred Eilers; Inspizienz: Anke Schluppkotten; Tontechnik: Thorben Hackstein.


JEVERSCHES WOCHENBLATT vom 30. Dezember 2008

„In't witte Rössl” ein Bühnen-Volltreffer

Niederdeutsche Bühne produzierte mit
„Wat kann de Sigismund darför" vorzeitige Silvesterstimmung


Handlung wurde vom Wolfgangsee in Österreich kurzerhand an den Banter See ins Rüstringen der 20er Jahre übertragen.

VON ERNST RICHTER

WILHELMSHAVEN - Mit der niederdeutschen Erstaufführung des Singspiels „In't witte Rössl" hat die Niederdeutsche Bühne Wilhelmshaven, „Theater am Meer", am zweiten Weihnachtsfeiertag einen Volltreffer gelandet, der auch von Profis schwer zu überbieten sein dürfte. Arnold Preuß hat den Text von Hans Müller und Eric Charell (frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburh) ins Niederdeutsche übertragen und kurzerhand die Handlung vom Wolfgangsee in Österreich an den Banter See in Rüstringen der 20er Jahre verlegt. Geblieben sind die zündenden Melodien von Ralph Benatzky (1884-1957), die auch plattdeutsch zu Ohrwürmern, wenn nicht gar zu einem echten Gassenhauer werden, wie „Wat kann de Sigismund dorför", den man summend und gut gelaunt aus dem Stadttheater kommend auf den Heimweg mitnimmt.

Marion Zomerland und Arnold Preuß machten sich an die Arbeit, das Szenario für die Bühne einzurichten sowie Bühnenbild und Spielfassung zu entwerfen. Die musikalische Leitung mit Texteinlagen von Bruno Graanichstaedten, Robert Gilbert, Robert Stolz und Hans Frankowski übernahm Nicolas C. Ducci. Die Handlung im „Witte Rössl" ist aus der Revue-Operette „Im weißen Rössl" bekannt, die auch von der Landesbühne auf dem Rosenhügel zur Aufführung gebracht worden war. In großer Besetzung gestalten 27 Mitwirkende das Singspiel.

Es fällt nicht schwer, aus dem homogenen Ensemble die Paradefiguren zu apostrophieren, ohne dabei den anderen den erspielten Respekt zu versagen. Gut bei Stimme sind sie eigentlich alle und allen voran Claudia Schröder als Weertfro in't „Witte Rössl" Josepha Vogelhuber. Sie hat Charme, gestaltet ihre Rolle mit Spielwitz, singt und betört die Mannslüü. Man möchte sie ganz einfach applaudierend in den Arm nehmen, Doch ihr Partner Marc Gelhart wird als Kellner Leopold Brandmeyer nicht minder den Beifall der jungen Damen im Parkett erhaschen. Er gestaltet den befrackten Part als Bethalkellner Leopold bravourös, kann lachen, traurig sein, kann der Weertsfro Josepha so richtig den Kopf verdrehen und mit ihr im fröhlichen Gesangsduett wie ein Profi auftreten.

Walter Bleckwedel verkörpert souverän den aus Hamburg kommenden Fabrikanten Wilhelm Giesecke, der meint zu wissen, wo's langgeht, doch erst von Stephanie Zeitz als Dochter Ottilie auf den richtigen Kurs gebracht wird. André Gelhart gefällt als Advokat Dr. Otto Siedler. Und Nicolas C. Ducci bringt als Sigismund Stilzheimer mit viel Spielfreude Stimmung in das Landleben am Banter See. Da kommen auch noch Klaus Aden als Professor Dr. Hinzelmann und Fenja Strowik als dessen Tochter Klärchen als sparsame Feriengäste an. Schnell entspinnen sich zarte Kontakte, die in ganz andere Richtungen gehen als von den Vätern der Töchter gewollt.

Es gibt Überraschungen, und schließlich nehmen nicht nur die Feriengäste in't „Witte Rössl" Haltung an, denn Horst Jönck erscheint als Kaiser Wilhelm II. mit Gefolge im Theaterforum und schreitet gemessenen Schrittes zur Bühne. Das Volk lässt ihn hochleben, und Fabrikant Giesecke muss sein Quartier räumen. In den weiteren Rollen erlebt das Publikum Ingo Folkers (Diekgraf), Christian Strowik (Piccolo), Joan Kröher (Kellner Franz), Helga Lauermann (Reiseföhrersch) sowie als Kellner, Hausknechte und Stubendeerns Yannik Marschner, Kay Watty, Rune Opitz, Lena-Marie Eden, Fehmke Seibert, Romina Ferrara und Tünde Ritter. Als Reisegäste und Marktlüü posierten Hanna Christoffers, Dagmar Grube, Marianne Karstens, Günther Jaedeke, Horst Karstens und Harald Schmidt.

Geschickt war von der Regie auch der voll besetzte Theaterraum mit dem Premierenpublikum in die Handlung einbezogen, so dass das Publikum im Parkett die Mitwirkenden hautnah erleben konnte. Die nächsten Aufführungen sind am 3., 4., 11., 25. und 30. Januar sowie am 1. Februar in der Agnes-Miegel-Schule und am 23. Mai anlässlich des Niederdeutschen Biihnentages nochmals im Stadttheater. Silvester bringt die Landesbühne den „Biberpelz" im Stadttheater auf die Bühne. Mit dem „In't witte Rössl" kann am 3. oder 4. Januar die Silvesterpartie nachgeholt werden.


Termine

Freitag, 26.12.2008, 20.00 Uhr, Stadttheater
Samstag, 03.01.2009, 20.00 Uhr, Stadttheater
Sonntag, 04.01.2009, 20.00 Uhr, Stadttheater
Sonntag, 11.01.2009, 15.30 Uhr, Stadttheater
Sonntag, 11.01.2009, 20.00 Uhr, Stadttheater
Sonntag, 25.01.2009, 15.30 Uhr, Stadttheater
Sonntag, 25.01.2009, 20.00 Uhr, Stadttheater
Freitag, 30.01.2009, 20.00 Uhr, Stadttheater
Sonntag, 01.02.2009, 17.00 Uhr, Agnes-Miegel-Schule
Samstag, 23.05.2009, 18.00 Uhr, Stadttheater

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